Ausgewähltes Thema: Rechtliche Fallstricke im Business‑Branding

Markenrecherche: der erste Rettungsring

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Warum eine gründliche Kollisionsprüfung Pflicht ist

Eine Marke schafft nur dann Vertrauen, wenn sie nicht auf Sand gebaut ist. Prüfen Sie identische und ähnliche Bezeichnungen in Ihrer Klasse, benachbarten Segmenten und relevanten Märkten. Denken Sie an Wort‑, Wort/Bild‑Varianten, phonetische Nähen und Übersetzungen.
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Fallgeschichte: Ein Lieblingsname, der fast teuer wurde

Ein Gründer verliebte sich in einen scheinbar freien Namen, druckte Packaging und schaltete Ads. Drei Wochen später kam die Abmahnung: ältere Unionsmarke, identische Waren. Am Ende half ein schneller Namenswechsel – kostspielig, aber lehrreich.
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Ihr 48‑Stunden‑Fahrplan zur ersten Klarheit

Tag eins: Schnellrecherchen bei DPMAregister, EUIPO, WIPO Global Brand Database, plus Web‑ und Social‑Suche. Tag zwei: Klassen prüfen, Look‑alikes sichten, Risiko bewerten und Prioritäten definieren. Teilen Sie Ihre Recherche‑Erfahrungen und holen Sie Feedback aus der Community.

Firmenname, Marke, Domain: drei Welten, ein Risiko

Eine GmbH im Handelsregister sichert noch keine Marke. Der Firmennamen kann parallel als Marke eines Dritten existieren. Prüfen Sie früh, ob Ihr Name rechtlich tragfähig ist und als Marke eingetragen werden sollte, bevor Kampagnen live gehen.

Firmenname, Marke, Domain: drei Welten, ein Risiko

Eine gefundene Domain ist verführerisch, aber kein Freifahrtschein. UDRP‑Verfahren, Namensrechte und Markenprioritäten können teure Transfers erzwingen. Sichern Sie Domains erst nach Basisscreening und speichern Sie Nachweise über Verfügbarkeit und legitime Nutzungsabsicht.

Logo, Fonts und Bildrechte: urheberrechtliche Minenfelder

Nutzungsrechte richtig einkaufen

Mit Designerinnen sollten Sie Umfang, Dauer, Territorien und Medien ausdrücklich festhalten. Exklusivität, Bearbeitungsrechte und Übergabe offener Dateien vermeiden spätere Konflikte. Ein sauberer Werkvertrag schützt beide Seiten und erleichtert spätere Erweiterungen Ihrer Markenarchitektur.

Schriftarten, Icons und Stockbilder rechtssicher nutzen

Viele beliebte Fonts verbieten kommerzielle Nutzung ohne passende Lizenz. Gleiches gilt für Icon‑Packs und Stockfotos mit restriktiven Bedingungen. Prüfen Sie Lizenztexte, speichern Sie Rechnungen und führen Sie ein zentrales Rechtemanagement für Ihr Branding‑Ökosystem.

Anekdote: Die Creative‑Commons‑Falle

Ein Team nutzte ein CC‑Bild mit Non‑Commercial‑Klausel in einer Produktkampagne. Nach Viralität kam die Forderung: Unterlassung und Schadensersatz. Eine schnelle Bildaustausch‑Aktion rettete den Launch, doch der Lernmoment blieb: Lizenzen sind kein Kleingedrucktes.
Eine deutsche Marke bietet kostengünstigen Start, die Unionsmarke deckt die EU breit ab, das Madrid‑Protokoll skaliert gezielt in Wunschländer. Entscheidend sind Expansionstempo, Wettbewerbsdruck und ihr tatsächlicher Vertriebskorridor in den nächsten Jahren.

Werbeaussagen, UWG und Greenwashing vermeiden

Begriffe wie „klimaneutral“, „grün“ oder „plastikfrei“ benötigen belastbare Nachweise, Systemgrenzen und klare Erläuterungen. Interne Leitlinien, Prüfberichte und transparente Kommunikation reduzieren Angriffsflächen. Teilen Sie, wie Sie Ihre Claims derzeit absichern und dokumentieren.

Werbeaussagen, UWG und Greenwashing vermeiden

Für Lebensmittel und Supplements gelten enge Regeln. Nutzen Sie nur zugelassene gesundheitsbezogene Angaben und vermeiden Sie zu generische Heilsversprechen. Eine juristische Pre‑Check‑Routine verhindert Ärger, bevor Plakate kleben oder Ads skaliert werden.

Influencer, Community & Datenschutz: Kennzeichnung zählt

Kennzeichnungspflichten im Influencer‑Marketing

Bezahlte Inhalte müssen als Werbung erkennbar sein. Kennzeichnen Sie klar und plattformgerecht, vermeiden Sie Schleichwerbung und regeln Sie Rechte sowie Pflichten vertraglich. Ein Creator‑Briefing mit Beispielen verhindert Missverständnisse vor dem ersten Posting.
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